Im Schnitt verdienen Auszubildende im zweiten Ausbildungsjahr 478 Euro netto – „zu wenig“, sagen 67 Prozent der Lehrlinge dazu. Für die Unzufriedenheit ist jedoch nicht die reine Vergütungshöhe ausschlaggebend. Viele der jungen Leute fühlen sich unterbezahlt, weil sie schon während ihrer Ausbildung als vollwertige Fachkraft eingesetzt werden und entsprechende Überstunden leisten. Umgekehrt begnügen sich Auszubildende mit einem eher mageren Gehalt, wenn sie dafür eine qualitativ hochwertige Ausbildung erhalten. Dies sind zentrale Ergebnisse der vom Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) durchgeführten Studie „Ausbildung aus Sicht der Auszubildenden“, für die rund 6.000 Auszubildende aus dem zweiten Ausbildungsjahr in 15 stark besetzten Ausbildungsberufen befragt.
Bewerber mit unzureichenden schulischen Qualifikationen und mangelnden persönlichen Kompetenzen sind die Hauptursachen für offene Lehrstellen in Deutschland. Rund 50.000 Lehrstellen blieben im Jahr 2009 vor allem deshalb unbesetzt. Zu diesem Ergebnis kommt der Deutsche Industrie- und Handelskammertag, der 15.000 Ausbildungsbetriebe befragt hat.
Dürfen Azubis in Kurzarbeit gehen? Unter welchen Voraussetzungen darf die Ausbildungszeit verlängert werden? Antworten zu diesen und weiteren Fragen liefert das Seminar zum aktuellen Berufsbildungsrecht 2010 des Anbieters Forum Verlag Herkert GmbH am Mittwoch, dem 19. Mai 2010 in Frankfurt/Main.